Was kostet eine Webseite?

Augsburg, 01.01.2019

Dies ist wahrscheinlich die spannendste Frage rund um das Thema Webdesign. So einfach kann man diese Frage allerdings nicht beantworten. Bei der überwältigenden Angebotsvielfalt im Netz ist fast jede Preisspanne vertreten. Von dem Bekannten, der „schon mal was mit Homepages“ gemacht hat, über fünf Euro monatlich für einen Homepage-Baukasten, 30 Euro für ein Template bis hin zu 1.299 € für eine „mittlere Webseite“, ist alles zu finden. Diese Pauschalpreise verwirren oft, denn Sie sind nicht individuell auf das Projekt abgestimmt, sondern dienen eher als Lockangebote.

Kostenfaktoren
Die Kosten hängen von verschieden Faktoren ab. Konzeption, Inhalte, Design, Technik, Vermarktung und Betreuung sind alles Faktoren, die den Preis beeinflussen.

Inhalte
Sollten die Inhalte schon existieren, kann man sich enorme Arbeitszeit einsparen. Kann der Designer die Inhalte kopieren und einfügen wird sich das auf den Preis auswirken. Muss eventuell ein Fotograf beauftragt werden, Bilder bearbeitet, Icons oder Texte erstellt werden, wird das Angebot natürlich dementsprechend angepasst.

Design
Hier kann man nur schwer in Arbeitszeit rechnen. Da das Design eine kreative Herausforderung darstellt, wäre es unangebracht nach Stunden abzurechen. Folgend ein Szenario zur Verständnis:

Ein unerfahrener Designer rechnet 100 Euro pro Stunde für seine Arbeit ab. Er bekommt den Auftrag ein Logo zu erstellen. Bis er das Logo fertiggestellt hat, braucht er 15 Stunden. Somit rechnet er für sein Logo 1.500 Euro ab. Nun erhält ein erfahrener Designer den selben Auftrag. Da er schon jahrelange Erfahrung gesammelt hat, weiß er sofort was der Kunde benötigt und hat das perfekte Logo nach einer Stunde fertig. Würde er jetzt nach Arbeitszeit abrechnen, könnte er nur 100€ verlangen.

Aus diesem Grund rechnen professionelle Designer nicht nach Zeit ab. Meist wird ein Festpreis vereinbart. Dieser Preis setzt sich aus der Arbeitszeit, Einsatzgebiets des Designs, Dringlichkeit und der Bekanntheit des Designers bzw. der Design-Agentur zusammen.

Technik
Ein weiterer Faktor, der Auswirkungen auf den Preis, hat ist die Technik die hinter einer Webseite steht. Mit welchen Programmen gearbeitet wurde, die Qualität des Codes, Ladezeit, Serverkosten, Hosting-Gebühren, etc. All das wirkt sich auf den Endpreis des Projektes aus.

Vermarktung
Ein B2B Unternehmen wird andere Absichten haben als ein B2C Unternehmen. Mit dem Kunden muss besprochen werden, welche Ziele er verfolgt. Der eine will über einen Onlineshop Produkte an die breite Masse verkaufen, der nächste legt mehr Wert auf das Präsentieren seines Unternehmens im Netz. Hierbei wird die Vermarktung der Webseite natürlich auf den Kunden abgestimmt.

Betreuung
Webseiten müssen in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Hier kommt es ganz darauf an, in welchen Ausmaß dies geschieht. Jede Woche ein neuer Blogpost, das Design auf die Feiertage anpassen oder Fotos austauschen. Die Betreuung der Webseite kann einen westlichen Kostenanteil des Gesamtpreises darstellen.

Fazit
Man sollte Pauschalpreise meiden, da sie meist nur Lockangebote sind und falsche Preisvorstellungen wecken. Ohne eine ausführliche Besprechung mit dem Kunden kann kein Preisangebot abgegeben werden. Unterschätzen sie nicht die Komplexität eines Website-Projektes, auch wenn es Tools und Anbieter gibt, mit denen man „schnell mal eine Website“ zusammenbauen kann. Inhalte, Design, Technik, Marketing und Benutzerführung müssen ein sinnvolles Zusammenspiel geben. So nützt es wenig, wenn die Website technisch schnell erstellt ist, aber inhaltlich und optisch nicht gut geplant.

Mehr Informationen und detailliere Statistiken zum Markt finden Sie unter: www.webkalkulator.com/kostenrechner

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